Kalibrierung verstehen
Kalibrieren bedeutet, die Anzeige oder Einstellung eines Werkzeugs mit einer rückgeführten Referenz unter definierten Bedingungen zu vergleichen. Der Nachweis sollte erkennen lassen, welches Werkzeug, welche Arbeitsrichtung und welche Prüfpunkte untersucht wurden und welche Ergebnisse vorliegen.
Auswahlhinweis
Ein sinnvoll abgestimmter Auftrag nennt Modell, Seriennummer, den tatsächlich eingesetzten Drehmomentbereich und gegebenenfalls Zubehör wie ein Seitengetriebe. Fragen Sie nach Messunsicherheit, Rückführbarkeit und den Bedingungen der Prüfung. Ob Justierung, Reparatur oder eine weitere Prüfung erforderlich ist, folgt aus dem Ergebnis und dem vereinbarten Auftrag.
Anwendung & Auswahl
ISO 6789-1 und ISO 6789-2 behandeln handbetätigte Drehmomentwerkzeuge. Diese Normen sind deshalb keine pauschale Kalibrierzusage für einen angetriebenen VT- oder VTR-Schrauber. Für kraftbetriebene Schraubwerkzeuge müssen Verfahren und Geltungsbereich passend gewählt werden; ISO 5393 beschreibt beispielsweise eine Labor-Leistungsprüfung.
Projekt besprechen
Werksprüfblatt, Kalibrierung, akkreditierte Kalibrierung und Maschinenfähigkeitsuntersuchung sind unterschiedliche Nachweise. ISO/IEC 17025 beschreibt Anforderungen an Laboratorien; daraus folgt keine behauptete Akkreditierung von WSD. Intervalle richten sich nach Einsatz, Risiko, Herstellerhinweisen und Ihrem Qualitätssystem – eine allgemeine Jahrespflicht wird hier nicht zugesichert.
